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Wir laden Sie dazu ein, langsam zu werden. Zu lauschen. Pflanzen zu begegnen. Wie oft gehen wir an ihnen vorbei, ohne sie eines Blickes zu würdigen? Wie selten erinnern wir uns daran, dass unser Atem, unsere Ernährung und Kleidung uns mit ihnen verbinden? Wir sind ständig unter Pflanzen – lernen wir unsere Nachbarn kennen. Entwickeln wir ein Pflanzengespür.
Die Künstlerinnen und Künstler der Ausstellung „Unter Pflanzen“ zeigen uns Pflanzen als lebendige, wahrnehmende Wesen, die unzählige Verbindungen eingehen. Ihre Arbeiten bewegen uns dazu, Pflanzen mit allen Sinnen wahrzunehmen und uns von ihrer jeweiligen Gestalt, ihren Fähigkeiten und ihren Weisen, die Welt zu bevölkern, faszinieren zu lassen. Einige Kunstwerke erforschen, wie Pflanzen seit Jahrhunderten menschliche Kulturen prägen, sowohl in Europa als auch in indigenen Gemeinschaften in Südamerika. Andere entwerfen Pflanzen-
16.03 -
Die beteiligten Künstler:innen und Communities entwickeln Gegenentwürfe, die an lokale Erinnerungen anknüpfen. Sie gestalten Handlungsräume und zeigen, wie wir mit unserem Körper und unserer Umgebung zu allem, was uns umgibt in Verbindung stehen: durch Bewegung, Sprache, Erzählen von Geschichten, Weitergabe von Wissen und gemeinsamem Essen.
Indem sie beobachten, aufzeichnen, neu kombinieren und spekulieren, schaffen die Künstler:innen Bildwelten, Wissen und Formen von Zeugenschaft. Sie erneuern Erinnerungen und gestalten Zukünfte, die durch Gemeinschaft gestärkt werden. Die Praktiken, die sich “schattenhaft in verschiedenen Sprachen” vereinen, appellieren an Solidarität und Gerechtigkeit als Möglichkeiten, sich miteinander zu verbinden und andere Formen des Zusammenlebens zu zelebrieren.
Kuratiert von Bettina Korintenberg, Mauricio Marcín, Gabriel Rossell Santillán im Rahmen des einjährigen Programms “Agua Quemada” (Verbranntes Wasser) in der ifa-
Mit Beiträgen von Lise Autogena & Joshua Portway, Minia Biabiany, Calpulli Tecalco (Angélica Palma), Colectiva Milpa urbana, Keiko Kimoto & Gabriel Rossel Santillán, Susanne Kriemann, Crisanto Manzano, Karen Michelsen, Tina Modotti, Katya Mora, Edith Morales, Fernando Palma, Panósmico, Naomi Rincón Gallardo, Tequiocalco, Bruno Varela.
Pflanzen geben uns Rätsel auf, denn wir sehen wenig von dem, was sie tun: Wie sie sich ernähren, wie sie Sauerstoff „ausatmen“, miteinander kommunizieren – einander etwa vor Schädlingen warnen – oder sich mit Pilzen zusammentun. Wir können mit unseren Sinnen nicht wahrnehmen, wie sie auf andere Lebewesen reagieren, was sie spüren und warum sie sich entscheiden, hierhin oder dorthin zu wachsen. Sie sind auf ihre Weise intelligent und bewältigen ihr Leben mit einer anderen Geschwindigkeit als wir Menschen. Um sie zu begreifen, müssen wir uns verlangsamen, beobachten und herausfinden, welche Fragen wir ihnen stellen können, um mehr über sie zu erfahren. Für einige der ausgestellten Kunstwerke sind die Erkenntnisse der Naturwissenschaften unverzichtbar: Felipe Castelblanco, Julia Mensch und Rasa Smite widmen sich seit 2022 der künstlerischen Erforschung von drei Pflanzen: der Engelstrompete, dem Amarant und der Süßlupine. Ihre Arbeiten sind neben denen von Ayênan Quinchoa Juajibioy und Ursula Damm im Rahmen des künstlerischen Forschungsprojekts Plants_Intelligence entstanden. Wahrscheinlich werden Sie Pflanzen nach dem Besuch der Ausstellung mit anderen Augen sehen.
Mit Werken von: Felipe Castelblanco, Ursula Damm, Thorben Danke, Maya Deren & Tally Beatty, Mary Delany, Wim van Egmond, Kalle Hamm & Dzamil Kamanger, Eduardo Kac, Kahn & Selesnick, Ernst Kreidolf, Debora Lombardi, Jesse McLean, Julia Mensch, Max Reichmann, Mathilde Rosier, Omi-
Die Ausstellung „Unter Pflanzen“ ist eine Kooperation zwischen dem Museum Sinclair-
Ausstellung 16. März -
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